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Erste Hilfe an der Unfallstelle: So handelst du richtig.

Wir wünschen uns natürlich nichts mehr, als sicher ans Ziel zu kommen. Manchmal passiert es dann aber doch: Ein unachtsamer Moment, eine falsche Reaktion und es kommt zum Verkehrsunfall. Wie aber sollst du dich verhalten, wenn du als einer der Ersten an eine Unfallstelle kommst? Was sind die notwendigen Maßnahmen und wie leistest du effektiv Erste Hilfe? Wir haben alle Antworten für dich, damit du im Notfall richtig reagieren kannst.

Über manche Themen denkt man ja gar nicht gern nach. Da geht es uns genauso wie dir und trotzdem möchten wir an dieser Stelle nicht nur über Autos, Technik und Motoren reden, sondern auch Verkehrsunfälle und die richtige Erste Hilfe ansprechen. Obwohl die Assistenzsysteme immer ausgereifter werden und zum Teil bereits schwere Unfälle verhindern können, bis zum völlig unfallfreien Fahren wird noch viel Zeit vergehen. Deshalb sollte jeder - egal, ob Fahrerin oder Beifahrer - wissen, was zu tun ist, wenn es auf der Straße kracht. Die ersten Minuten nach einem Unfall entscheiden nämlich häufig über Leben und Tod der Verunglückten. Aus genau diesem Grund ist es so wichtig, richtig zu reagieren. Dabei brauchst du keine Angst zu haben, etwas falsch zu machen! Jede Hilfe ist in dieser Ausnahmesituation die richtige Hilfe.

 

Die wichtigsten Schritte der Ersten Hilfe

Eins nach dem anderen! Dieser Leitsatz gilt ganz besonders in Notsituationen wie nach einem Unfall. Und besonders wichtig: Bevor du selbst aktiv wirst, vergewissere dich, dass du dich selbst oder andere nicht in Gefahr bringst! Erst wenn du über die gesamte Situation einen Überblick hast und sie richtig einschätzen kannst, ist es Zeit für die nächsten Schritte.

 

Unfallstelle absichern

Stelle dein Auto möglichst weit rechts ab und schalte die Alarmblinkanlage ein, um den nachkommenden Verkehr auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Beim Aufstellen des Warndreiecks in ausreichendem Abstand zur Unfallstelle musst du darauf achten, nicht selbst verletzt zu werden. Denke also daran, auf der Autobahn deine Warnweste anzuziehen! Das solltest du übrigens auch auf dunklen, kurvigen Landstraßen machen, um besser gesehen zu werden. Wenn du das aufgeklappte Warndreieck vor deinem Körper trägst, erhöht das deine Sichtbarkeit noch zusätzlich.

 

Notruf wählen

Je früher du den Notruf absetzt, umso schneller sind professionelle Helfer vor Ort. Ob du den Euro-Notruf 112, die Polizei unter 133 oder die Rettung mit 144 anrufst, spielt dabei keine Rolle. Die Leitstelle weiß, wie sie die richtige Hilfe an die Unglücksstelle schicken kann. Schildere die allgemeine Situation und beantworte die wichtigsten Fragen wie:

 

  • Wo ist der Unfall passiert? 

Je genauer du den Ort beschreiben kannst, umso schneller finden dich Rettung und Feuerwehr.

 

  • Was ist passiert? 

Vielleicht kannst du diese Frage gar nicht konkret beantworten. Versuche einfach, möglichst genau zu schildern, wie es zu dem Unfall gekommen ist.

 

  • Wie viele Verletzte gibt es und wie schwer scheinen die Verletzungen zu sein? 

Natürlich will der Notruf keine genaue Diagnose von dir hören. Du kannst aber auch als medizinischer Laie feststellen, ob die Verletzten bewusstlos sind und eventuell viel Blut verloren haben. Je konkreter deine Angaben sind, umso besser können die Einsatzkräfte die Lage bereits im Voraus einschätzen. 

 

  • Gibt es weitere Besonderheiten? 

Alles, was dir sonst noch auffällt, solltest du auch dem Notruf mitteilen. War vielleicht ein Gefahrguttransporter in den Unfall verwickelt? Sind Personen eingeklemmt?

Wichtig: Lege erst auf, wenn die Leitstelle alle notwendigen Antworten hat!

Weitere Helfer - mehr Hilfe

Man muss nicht immer alles allein machen! Wahrscheinlich hast du mit Alarmblinkanlage und Pannendreieck ohnehin schon viel Aufmerksamkeit erregt und dir stehen bereits weitere Helfer zur Seite. Hat trotzdem noch niemand außer dir angehalten, versuche andere Personen zum Helfen zu bewegen. Gerade bei mehreren Unfallopfern ist das besonders wichtig. Allen muss geholfen werden, aber du kannst dich schließlich nicht zerreißen.

 

Jetzt geht's los: die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen

Bringe die Verletzten zuallererst aus der Gefahrenzone. Der sogenannte Rautek-Rettungsgriff hilft dir dabei, auch schwere oder bewusstlose Personen aus dem Fahrzeug zu holen. Dafür legst du einen Arm des Verletzten über seinen Brustkorb und fasst ihn von hinten mit beiden Händen. So kannst du die Person vorsichtig an einer sicheren Stelle ziehen.

Achtung! Nicht ausgelöste Airbags können sich nach einem Unfall auch mit voller Kraft öffnen. Pass auf dich und deinen Kopf also gut auf!

Ist die Person in Sicherheit, kannst du mit der Einschätzung ihres Zustands anfangen. Bewusstlose Menschen mit einer normalen, gleichmäßigen Atmung bringst du in die stabile Seitenlage. So können sie nicht ersticken.

Wichtig: Viele Menschen denken, dass man den Motorradhelm unbedingt auf dem Kopf des Fahrers oder der Fahrerin lassen muss, um eine eventuell verletzte Wirbelsäule nicht stärker zu beschädigen. Das ist jedoch ein Irrglaube. Der Helm muss auf jeden Fall runter! Klappe dafür zuerst das Visier auf und entferne alle Gegenstände wie Schal und Brille. Am besten ist es, den Helm zu zweit vom Kopf zu ziehen. So kann eine Person den Kopf mit den Händen stützen und die andere den Helm vorsichtig entfernen.

Ist die Atmung unregelmäßig oder gar nicht mehr feststellbar, musst du mit Herzdruckmassage und Beatmung anfangen. Platziere dafür beide Hände übereinander in der Mitte der Brust und drücke das Brustbein kräftig etwa fünf Zentimeter nach unten. Nachdem du dreißig Mal gedrückt hast, wird der Bewusstlose zweimal beatmet. Blase dafür kräftig in seinen Mund, sodass sich der Brustkorb merklich hebt.

Info: Wusstest du, dass der Rhythmus des Bee Gees Klassikers "Staying alive" perfekt zum optimalen Rhythmus einer Herzdruckmassage passt? Ein Verkehrsunfall mag zwar nicht der passende Moment sein, um laut zu singen, die Info hilft aber ziemlich gut dabei, die richtige Geschwindigkeit für die Wiederbelebungsversuche zu finden.

Gut vorbereitet für einen kühlen Kopf 

Damit die Erste Hilfe im Ernstfall reibungslos funktioniert, kannst du in ruhigen Moment für die richtige Vorbereitung sorgen. Frische in regelmäßigen Abständen dein Wissen dazu in einem entsprechenden Kurs auf. Das hilft dir dabei, in einer Notsituation einen klaren Kopf zu behalten und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Achte außerdem darauf, dass das Verbandsmaterial in deinem Erste-Hilfe-Kasten immer vollständig ist und wirf hin und wieder einen Blick auf das Ablaufdatum. Alles, was steril verpackt ist, könnte nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum mit Keimen kontaminiert sein. So, jetzt bist du wirklich gut gerüstet. Bleibt nur noch zu hoffen, dass wir dieses Wissen gar nie einsetzen müssen.

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