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Erster Autokauf – das sollten Jungfahrer beachten

Was für ein Moment! Endlich hast du den Führerschein in der Hand und kannst dich auf die Suche nach deinem ersten Auto machen. Sehr viele junge Menschen sehnen diesen Augenblick lange herbei, aber dann kommen plötzlich auch ganz viele Fragen. Worauf muss ich beim Kauf meines ersten Autos achten? Woher weiß ich, welches Modell für mich passt? Und wie war das noch gleich mit der Versicherung? Damit du bei deinem ersten Auto wirklich alles richtig machst und dich nur auf den Spaß beim Fahren konzentrieren kannst, haben wir die wichtigsten Infos für Jungfahrer zusammengefasst.

Gerade erst die Führerscheinprüfung bestanden und schon soll's zum Autohändler gehen! Oder ist es besser, sich nach einem Auto von einem privaten Verkäufer umzusehen? Da haben wir schon die erste von zahlreichen Fragen, denen Jungfahrer gegenüberstehen, wenn die Entscheidung für ein eigenes Auto gefallen ist. Nur in seltenen Fällen soll es ein Neuwagen werden, aber selbst hier gibt es einige Dinge zu beachten. Der erste fahrbare Untersatz sollte nämlich nicht zu stark sein, damit auch ein ungeübter Fahrer leicht die Kontrolle behält, möglichst viel Sicherheit bieten und den ein oder anderen Fahrfehler gnädig verzeihen. Das grenzt die Auswahl der Modelle schon einmal ein - nämlich auf jene soliden Autos, die man bei Fahranfängern eben besonders oft sieht.

 

Kriterien für dein erstes Auto

Die Anforderungen an einen PKW können sehr unterschiedlich sein. Manche Jungfahrer müssen bereits täglich zur Arbeit pendeln und legen daher viele Kilometer auf der Autobahn zurück. Andere möchten einfach aus Prinzip ein eigenes Auto haben und steigen daher nur bei Bedarf ein. Wer wirklich täglich auf sein Fahrzeug angewiesen ist, sollte auf ein besonders zuverlässiges Modell setzen. Sehr beliebt sind da die beiden Klassiker aus dem Hause VW, nämlich der Golf und der Polo. Die gibt es in vielen Ausstattungsvarianten, mit unterschiedlichen Motorisierungen und vor allem in jeder Preisklasse auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Auch der Toyota Yaris und der Skoda Fabia sind hoch im Kurs. Bevor du dich jetzt aber auf ein Modell festlegst, solltest du die Antworten auf folgende Fragen kennen:

 

  • Wie groß ist mein Budget?

Denk dabei bitte nicht nur an den Kaufpreis, sondern auch an eventuelle Reparaturen, die bald nach dem Kauf eines gebrauchten Autos anstehen können. Auch die monatlichen Kosten für Treibstoff, Versicherung, und Parken solltest du in deine Kalkulation mit einbeziehen.

 

  • Wie viel Platz brauche ich wirklich?

Nimmst du täglich drei Personen mit, hast einen großen Hund oder beruflich immer viel Gepäck mit dabei, dann wirst du dich für ein größeres Auto entscheiden. Bist du meistens allein unterwegs, tut es auch ein kleineres Modell.

 

  • Autobahn oder Stadt?

Wo bist du vorwiegend unterwegs? Mit einem Kleinstwagen wird es auf langen Strecken schnell mal ungemütlich, dafür findest du in der Innenstadt viel leichter einen Parkplatz. Überlege dir, was du für deinen Alltag brauchst, damit du möglichst lang Freude an deinem Auto hast.

 

  • Sicherheitsausstattung

Sicherheit spielt natürlich auch für geübte Lenker eine wichtige Rolle, doch gerade Jungfahrer sollten bei der Wahl ihres ersten Autos auf Airbags und ein gutes Ranking des jeweiligen Modells bei einem der gängigen Sicherheitstests achten.

 

  • Extras

Probleme mit dem Rücken oder kommst du leicht ins Schwitzen? Dann wirst du bei deiner Suche nach dem richtigen Fahrzeug wahrscheinlich viel Wert auf komfortable Sitze oder eine gute Klimaautomatik legen. In der Euphorie der bestandenen Führerscheinprüfung kann es schon mal vorkommen, dass man gleich das volle Paket haben will, aber denk dran: Je mehr Extras ein Auto hat, umso anfälliger wird es für Schäden und damit auch notwendige Reparaturen. Überleg dir, was für dich wirklich unverzichtbar ist.

 

Privater Verkäufer oder lieber zum Autohändler?

Für die meisten Führerscheinneulinge kommt aufgrund des eher eingeschränkten Budgets nur ein gebrauchtes Auto in Frage. Ob vom Händler oder lieber von einem privaten Verkäufer hängt davon ab, wie gut du dich selbst mit Autos auskennst und ob das Auto über eine Gewährleistung verfügen soll. Die gibt es natürlich nur beim Händler und bringt dir doch eine gewisse Sicherheit. Am besten ist es, du nimmst dir zur Fahrzeugbesichtigung eine zweite Person mit. Bevor du dich endgültig für ein Modell entscheidest, solltest du es unbedingt einmal Probe fahren. Achte dabei auf seltsame Geräusche, Gerüche oder andere Auffälligkeiten.

Ist die Wahl dann endgültig gefallen, musst du dein neues Auto nach dem Abschluss des Kaufvertrags erst einmal anmelden. Welche Unterlagen du dafür brauchst, haben wir in einem anderen Beitrag für dich zusammengefasst.

 

Autoversicherung für Jungfahrer

Bei all den Anbietern für Autoversicherungen kann man schnell den Überblick verlieren. Und dann gibt es noch dazu die Haftpflichtversicherung, eine motorbezogene Versicherungssteuer und die Sache mit Voll- oder Teilkasko. Welche dieser Versicherungen sind denn nun wofür und braucht man sie alle zwingend? Wir geben dir einen schnellen Überblick, damit du dich wirklich auskennst:

 

  • KFZ-Haftpflichtversicherung

Für jedes Auto muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden, andernfalls erhältst du keine Zulassung und damit auch keine Kennzeichen. Sie ist die einzige Versicherung, die zwingend erforderlich ist! Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden an Fahrzeugen, Gegenständen und Personen ab. In vielen Fällen bieten die Versicherungsgesellschaften auch gleich eine Pannenhilfe und einen Abschleppservice an, falls dein Auto mal liegen bleibt. Die Prämien für Haftpflichtversicherungen sind in sogenannte Bonus-Malus-Stufen eingeordnet. Als Fahranfänger beginnt man in Stufe 9 und sinkt mit jedem unfallfreien Jahr um eine Prämienstufe. Jeder Schaden katapultiert dich aber drei Stufen höher. Also immer schön vorsichtig fahren! Besondere Konditionen gelten außerdem für junge Fahrerinnen und Fahrer bis etwa 25 Jahre. Sie zahlen einen zusätzlichen Selbstbehalt von bis zu 400 Euro im Jahr.

 

Info: Übernimmst du das Auto von einem Eltern- oder Großelternteil, kannst du auch dessen Versicherung und Versicherungsstufe übernehmen. Allerdings nur, wenn ab diesem Zeitpunkt kein anderes Auto auf die andere Person angemeldet ist. Frag am besten bei deiner Versicherung nach!

 

  • Kaskoversicherung

Hier unterscheidet man die Teil- oder Vollkaskoversicherung. Erstere bezahlt Schäden, die zum Beispiel durch Hagel, Brand, Überschwemmung oder Diebstahl verursacht werden sowie kaputte Scheiben. Der genaue Leistungsumfang unterscheidet sich von Versicherung zu Versicherung ein wenig. Die Vollkaskoversicherung zahlt darüber hinaus auch bei Vandalismus und Parkschäden. Auch kleine Gläser wie Blinker und sogar eine Farbtonangleichung beim Lack können inkludiert sein. Außerdem übernimmt die Versicherung die Reparaturkosten deines Autos selbst bei einem Unfall, den du verursacht hast.

 

  • KFZ-Unfallversicherung

Diese Versicherung versteht sich als Ergänzung zur Haftpflicht- und Kaskoversicherung und gilt für alle Insassen in deinem Auto. Damit werden du und deine Passagiere bestmöglich gegen die finanziellen Folgen einer unfallbedingten Verletzung abgesichert. In den meisten Fällen gilt das ganz unabhängig davon, wer den Unfall verursacht hat.

 

  • KFZ-Rechtsschutzversicherung

Wir wollen ja eigentlich nicht streiten, aber manchmal kommt es im Straßenverkehr doch zu Situationen, die nicht eindeutig sind. Wenn es dann zu einem Rechtsstreit mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kommt, kann sich eine KFZ-Rechtsschutzversicherung durchaus bezahlt machen.

 

Ja und was ist nun die motorbezogene Versicherungssteuer? Die zahlst du nicht wirklich deiner Versicherung, sondern dem Staat und ihre Höhe hängt von der Leistung und bei einer Erstzulassung nach dem 01.10.2020 auch von der CO2-Emission deines Autos ab.

 

Pflichten eines Autobesitzers

Neben einer gültigen Versicherung hast du als Autobesitzer noch andere Pflichten, denen du nachkommen musst. Einmal im Jahr ist in Österreich das "Pickerl" fällig, also die Überprüfung des Fahrzeugs nach Paragraph 57a. Dabei checkt der Gutachter, ob von deinem Fahrzeug eine Gefährdung für die Umwelt ausgeht. Entdeckt er schwere Mängel, musst du diese beheben lassen und bekommst erst dann ein neues Pickerl für dein Auto, wenn alles wieder in Ordnung ist. Bei Gefahr im Verzug darfst du dein Fahrzeug gar nicht mehr bewegen und ihm können sogar die Kennzeichen abgenommen werden. 

 

Wichtig: In Österreich ist das Pickerl bis zu vier Monate nach Fälligkeitsdatum gültig. Du darfst also auch mit einem kürzlich abgelaufenen Gutachten noch im Straßenverkehr unterwegs sein. Im Ausland gelten allerdings andere Regeln! Bevor du über die Grenze fährst, solltest du dich über die Regelung des jeweiligen Landes erkundigen und notfalls bereits vor Ablauf des Pickerls einen neuen Gutachtertermin vereinbaren.

 

Natürlich solltest du auch selbst dein Fahrzeug regelmäßig auf seine Fahrtüchtigkeit überprüfen. Macht es seltsame Geräusche oder ruckelt es beim Anfahren? Passt der Reifendruck? Auch die Sauberkeit der Scheiben ist ein wichtiger Punkt, um den du dich kümmern musst.

 

Achte auch darauf, dass du immer die notwendige Ausrüstung mit an Bord hast. Dazu gehören:

 

●     Warnweste für Pannen auf der Autobahn

●     Verbandszeug

●     Pannendreieck

 

Im Winter empfiehlt es sich, stets einen Eiskratzer und einen kleinen Besen im Auto zu haben, um die Scheiben von Eis und Schnee befreien zu können. Geht's mal in die Berge, vergiss nicht, die passenden Schneeketten mitzunehmen.

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