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Wissenswertes zur Probefahrt

Die Probefahrt ist ein wichtiger Bestandteil des Autokaufs. Schließlich willst du nach Abschluss des Verkaufs keine bösen Überraschungen erleben. Du solltest unbedingt auf eine Probefahrt bestehen, denn die steht dir zu und ist die perfekte Gelegenheit, um auch gleich einen Fahrzeugcheck durchzuführen. Damit du dabei nichts übersiehst, haben wir eine praktische Checkliste für dich zusammengestellt.

17.10.2018

Punkt für Punkt zur erfolgreichen Probefahrt

Die Checkliste ist toll, um auch nichts zu vergessen. Und in Verbindung mit unseren schlüssigen Erklärungen, kann nichts mehr schief gehen. 

Planung im Vorfeld

  • Wähle den richtigen Termin!
    Eine Probefahrt sollte bei Tageslicht stattfinden, da bei düsterem Licht (z.B. Dämmerung) Mängel und Schäden leichter übersehen werden können. Bei schlechtem Wetter solltest du die Probefahrt verschieben. 
  • Überlege dir die Strecke!
    Die Teststrecke sollte verschiedene Straßen umfassen (Landstraße und Autobahn). So kannst du das Auto bei unterschiedlichem Fahrbedingungen testen. Auch eine Fahrt über holprige Straßen kann aufschlussreich sein (mögliches Klappern des Fahrgestells). 
  • Kläre die Versicherungs-Situation mit dem Verkäufer!
    Du brauchst unbedingt eine schriftliche Vereinbarung in Hinblick auf die Versicherung und die Selbstbeteiligung im Falle eines Unfalls. Darin sollte festgehalten werden, dass du als Probefahrer aus der Haftung für Schäden aus leichter Fahrlässigkeit entlassen wirst.
  • Nimm einen Freund mit!
    Vier Augen mehr sehen als zwei. Als Laie wäre es gut, wenn du jemanden mitnimmst, der Ahnung von Autos hat.
  • Teste nicht nur ein Auto!
    Du solltest mindestens 3 Autos testen, um vergleichen zu können.


Unmittelbar vor und während der Probefahrt

Der Termin steht und du machst dich auf, um den Gebrauchtwagen zu testen. Bevor du losfährst, solltest du noch einige Dinge beachten: 

  • Lass dir die Fahrzeugpapiere zeigen!
    Das Auto muss angemeldet sein.
  • Mach den Fahrzeugcheck!
    Sieh dir das Auto genau an, bevor du losfährst. Konsultiere dazu unsere Liste zum Thema  Fahrzeugcheck. Diese hilft dir dabei, bei der Kontrolle des Autos auch nichts zu vergessen. Etwaige Schäden und Mängel müssen unbedingt vor der Probefahrt mit dem Verkäufer besprochen und festgehalten werden!
  • Lass dir eine schriftliche Probefahrtvereinbarung ausstellen!
    In dieser sollte genau festgehalten sein, wie lang du fahren darfst (mind. eine halbe Stunde), wie viele Kilometer du zurücklegen kannst und wer die Spritkosten übernimmt. Die Probefahrtvereinbarung kann auch gleich den Versicherungsbescheid im Falle eines Unfalls beinhalten. 
  • Fahr unbedingt selber!
    Als Beifahrer bekommst du kein ganzheitliches Bild vom Auto. 

Und auch während der Fahrt gilt es auf einige Dinge zu achten:

  • Starte das Auto bei kaltem Motor!
    Sollte er warm sein, können Startprobleme unentdeckt bleiben.
  • Schalte das Radio aus, sonst hörst du nichts!
  • Achte auf auffällige Geräusche!
    Bei Motor, Kupplung, Fahrgestell genau hinhören.
  • Beachte die Kontrollleuchten! 
  • Teste alle Gänge und achte auf die Kupplung!
    Sind die Übergänge reibungslos?
  • Mach den Kupplungstest!
    Starte das Auto im Leerlauf. Versuche dann, in einem hohen Gang wegzufahren. Der Motor muss ausgehen, ansonsten ist das ein Hinweis auf eine defekte Kupplung.
  • Fahr unterschiedliche Geschwindigkeiten und Straßen!
    Funktioniert der Antrieb auch bei Bergauffahrten? 
  • Überprüfe die Spureinstellung!
    Lass dazu das Lenkrad bei voller Fahrt kurz los. Bei scharfer Bremsung muss das Fahrzeug in der Spur bleiben.
  • Kontrolliere die Bremsen! 
  • Teste die Handbremse!
    Sie muss auch bei leichtem Rollen greifen (bergauf/bergab).
  • Kontrolliere Kühlwassertemperatur und Drehzahl!
    Ist die Temperatur nach anfänglichem Steigen konstant? Wie verhält sich die Drehzahl im Leerlauf?


Nach der Probefahrt

Achte nach der eigentlichen Probefahrt noch genau auf die folgenden Punkte: 

  • Sind auch keine Flüssigkeiten ausgetreten (z.B. Motoröl, Sprit)?
  • Ist das Auspuffrohr dicht?
  • Funktioniert die Lichtmaschine?
  • Läuft der Motor stabil rund und lässt er sich leicht wieder anstarten?
  • Ist die Temperatur konstant geblieben und senkt sie sich nun wieder?

Tipps für Verkäufer

Als privater Verkäufer solltest du dir deine potentiellen Käufer genau ansehen. Sei vorsichtig, falls der Interessent keinen gültigen Führerschein, Personalausweis oder keine Adresse vorweisen kann. 

Wichtig: Steig bei der Probefahrt mit ein! Schließlich haftest du im Regelfall bei jeglichen Vorkommnissen. Außerdem kannst du so auch gleich anfallende Fragen beantworten.

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