Suchen
Kaufen

Fahrzeugcheck leicht gemacht

"Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser": In Bezug auf einen Gebrauchtwagenkauf trifft das hundertprozentig zu. Auf sein neues Auto muss man sich schließlich verlassen können. Und das geht am Besten, wenn man das Auto genau überprüft, bevor man einem Kauf zustimmt. Bei so einem Fahrzeugcheck gibt es einige Punkte, die man unbedingt abhaken sollte.

18.10.2018


Ganz wichtig:
 Lass dir viel Zeit bei der Überprüfung des Fahrzeugs. Alles, was dir vorher nicht auffällt, ist später schwierig zu reklamieren. Gehe die Punkte Schritt für Schritt durch und lass dich vom Verkäufer nicht aus der Ruhe bringen. Das Verhalten des Verkäufers ist auch ein wichtiger Hinweis auf dessen Seriosität. Wenn dir etwas auffällt, frag nach und lass nicht locker. 

Fahrzeugcheck - Punkt für Punkt zum Autoglück

Fahrzeug außen
  • Unfall: Frag nach, ob das Fahrzeug schon einmal in einen Unfall verwickelt war und was dabei für Schäden anfielen. 
  • Lack: Weist der Lack bei Tageslicht und im trockenen Zustand Unebenheiten oder Unterschiede bei der Farbtönung auf? Wenn ja, frag nach warum, denn das könnte ein Hinweis auf einen Schaden sein. 
  • Rost: Rostige Stellen finden sich meistens an den Türen, an Spaltübergängen, an der Motorhaube und an den Kotflügeln. Schau wirklich genau hin, auch beim Auspuff und auf der Wagenunterseite. Kontrolliere Tür- und Fensterrahmen und andere Fassungen (z.B. Schiebedach).  
  • Räder und Reifen: Sommer- und Winterreifen müssen über ausreichend Profil (mind. 4 mm) verfügen. Außerdem sollten die Reifen einer Achse das gleiche Profil und die gleiche Profiltiefe haben. Sind die Reifen an einer Seite besonders abgefahren, kann das darauf hinweisen, dass die Spur des Wagens verzogen ist. Dann sollte man unbedingt neue Reifen und eine Achsenvermessung verlangen. Kontrolliere auch jegliches Zubehör (Wagenheber, usw.).
  • Felgen: Überprüfe, ob die Felgen gut in Schuss sind. Handelt es sich um Leichtmetallfelgen, kontrolliere, ob es eine Diebstahlsicherung gibt. 
  • Scheiben: Kontrolliere, ob es Steinschlagschäden, Risse oder Absplitterungen gibt. Selbst der kleinste Schaden kann sich ausweiten und zum Problem werden. 
  • Scheinwerfer: Funktionieren alle und sind die Scheiben intakt? Achte darauf, ob die Scheinwerfer von innen angelaufen sind, denn das heißt Nässe dringt ein.
  • Stoßdämpfer und Fahrwerk: Bringt man ein Fahrzeug zum Schaukeln und es kommt nicht rasch wieder zum Stillstand, könnten die Stoßdämpfer defekt sein. Achte auf Klappergeräusche und darauf, ob die Räder wackeln. 
  • Gummidichtungen: Gummi wird mit der Zeit porös. Kontrolliere deshalb alle Gummidichtungen.
  • Sonderfall Cabrio: Schau dir die Abdeckung besonders aufmerksam an!
Fahrzeug innen
  • Kilometerstand: Doppelt checken, nicht nur auf dem Tacho, sondern auch in den vorhandenen Dokumenten, zum Beispiel im Serviceheft. 
  • Drehzahl: Im Leerlauf und im warmen Zustand sollte die Drehzahl konstant unter 1000 U/min liegen. Wenn nicht, kann das auf erhebliche Mängel bei den Einspritzdüsen, Zündkerzen oder beim Steuergerät hinweisen. 
  • Lenkung: Lässt sich das Lenkrad bei ausgeschaltetem Motor mehr als 2 Finger breit bewegen? Dann stimmt in der Regel etwas nicht.
  • Sitze und Gurte: Achte auf Verschleißspuren bei Sitzen und Gurten und darauf, ob alle Verstellungsmechanismen funktionieren. Kontrolliere, ob sich alle Gurte leicht aus- und einholen lassen.
  • Funktionstest: Kontrolliere alle elektrischen Funktionen wie Fensterheber, Klimaanlage, Innenbeleuchtung, Radio, usw. 
  • Nässe: Riecht es muffig im Fahrzeug? Dann ist es womöglich undicht oder rostig. Kontrolliere, ob der Teppichboden feucht ist.
Fahrzeug - Motor & Co.
  • Motor und Motorengeräusch: Frag nach, ob der Motor regelmäßig überprüft wurde (Serviceheft). Hör dir außerdem genau an, wie der Motor klingt. Quietscht oder raschelt er, können gravierende Mängel bestehen. 
  • Marderspuren: Kontrolliere Gummidichtungen und ähnliches an Kabeln, Lenkung und Antriebswellen. 
  • Batterie: Kontrolliere das Alter der Batterie (sollte rund 6-8 Jahre nicht überschreiten).
  • Bremsen: Teste die Bremsen und schau dir die Bremsleitungen, Bremsscheiben und Bremsflüssigkeit an. 
  • Öl: Kontrolliere den Ölstand und frag nach dem letzten Ölwechsel.
  • Getriebe: Teste die Schaltung bei laufendem Motor. Mach außerdem den Kupplungstest, bei dem du bei angezogener Handbremse mit dem 2. Gang losfahren versuchst. Stirbt der Motor nicht ab, könnte der Grund eine mangelhafte Kupplung sein, die bald ausgetauscht werden muss.  

Das könnte dich auch interessieren

Neue Artikel

Mobidrome verwendet Cookies.
Durch die Nutzung von Mobidrome stimmst du zu, dass Cookies auf deinem Gerät gespeichert werden. Weitere Infos findest du
OK & WEITER