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1, 2 oder 3 Kindersitze?

Gerade für Großfamilien kann ein Auto nicht genug Platz bieten. Aber selbst mit ein oder zwei Kindern kann es schnell mal eng werden. Das gilt nicht nur für den Kofferraum, sondern auch für die Rückbank, wenn dort mehr als ein Kindersitz zum Einsatz kommt. Aber welche Autos bieten genug Platz für ein, zwei oder gar drei Kindersitze? Genau das haben wir uns für Dich genauer angeschaut und mehr als 150 Modelle in einem Test miteinander verglichen!

14.11.2018

Sicherheit für kleine Beifahrer

Es gibt eindeutige Gesetze und Regeln, die Kinder als Mitfahrer im Auto schützen. Bis zu einem Alter von 12 Jahren oder einer Körpergröße von 1,50 m ist ein geeignetes Rückhaltesystemen Pflicht, wenn Kinder im Auto mitfahren. Sollte ein Fahrer nicht für die ordnungsgemäße Sicherung sorgen, drohen ein Verwarngeld und Punkte.

Wie zulässige Rückhaltesysteme in Form von Kindersitzen, Babyschalten und Co aussehen, legt die ECE-NORM R 44/04 fest. Um diese zu einzuhalten, müssen die Hersteller strenge gesetzliche Prüfungen wie einen Crash-Test erfüllen. Wenn Sie sich einen neuen Kindersitz kaufen, sollten Sie also unbedingt darauf achten, dass dieser die entsprechende Norm erfüllt.

Aber auch die richtige Form ist entscheidend. Diese zu finden ist aber gerade für Neu-Eltern gar nicht so einfach. Generell kann wie folgt unterschieden werden:

  • Gruppe 0/0+: Babyschalen für Säuglinge ab der Geburt bis 13 Kilo Gewicht (ca. 15 Monate), werden immer entgegen der Fahrtrichtung befestigt. Sicherung über Dreipunktgurt oder Isofix-Sockel.
  • Gruppe 1: Kindersitze für Kinder von 9 bis 18 Kilo (ca. 9 Monate bis 4 Jahre). Verschiedene Systeme erhältlich: Hosenträgergurtsystem (Fünfpunktgurte), Sitze mit einem Fangkörper (Aufpralltisch). Montage meist in Fahrtrichtung.
  • Gruppe 2/3: Sitze für Kinder von 15 bis 36 Kilo (ca. 4 bis 12 Jahre). Befestigung mit Dreipunktgurt, meist auch für Kinder über 36 Kilo Gewicht geeignet.

Zusätzlich zu diesen drei klassischen Einteilungen gibt es noch zwei weitere, die ein größeres Altersspektrum abdecken: die Gruppe 0/1 für 0 bis 18 Kilo sowie die Gruppe 1/2/3 (9 bis 36 Kilo).

Welches Fahrzeug für wie viele Kindersitze?

Nach einem kurzen Ausflug in die Welt der Kindersitze kommen wir nun wieder zurück zu unserem eigentlichen Thema: dem passenden Auto für die Familie. In welche Fahrzeuge passen problemlos auch zwei oder gar drei Kindersitze hinein? Genau dieser Frage wurde in einem Test nachgegangen. Hierfür wurden mehr als 150 Modelle verschiedener Hersteller genauer unter die Lupe genommen.

Getestet wurden die Autos mit Kindersitzen mit den folgenden Ausmaßen: eine Länge von 51 cm, eine Breite von 44 cm und eine Höhe von 63 cm. Montiert wurden diese im Auto mit Isofix. Dies bedeutet, dass nicht nur genug Platz vorhanden sein muss. Sondern es muss eben auch an mindestens zwei oder noch besser an den drei Plätzen auf der Rückbank ein entsprechender Isofix-Anschluss vorhanden sein.

  • Fahrzeuge für einen Kindersitz

Einen Kindersitz bekommen Sie in fast alle Fahrzeuge. Allerdings gibt es einige Ausnahmen, z. B. Modelle ohne Rücksitze (z. B. Transporter, Sportwagen). Kein Kindersitz mit Isofix lässt sich unter anderem im Mercedes-Benz Vito, im SL Roadster sowie im VW Crafter Kastenwagen einbauen. Genau einen Kindersitz bekommst Du im Porsche 718 Cayman und 718 Boxster unter.

  • Fahrzeuge für zwei Kindersitze

Das Gros der im Handel erhältlichen Modelle bietet Platz für zwei Kindersitze auf der Rückbank, einen links hinter dem Fahrersitz und einen rechts hinter dem Beifahrer. Selbst in relativ engen Zweitürern wie dem VW Scirocco ist dies möglich. Somit hast Du ein breites Spektrum an Fahrzeugen, in denen Du zwei Kinder mit einem Isofix-Kindersitz mitnehmen kannst.

Geringer fällt die Auswahl dann schon für Familien mit drei im Kindersitz-pflichtigen Alter befindlichen Kids aus. Hier stehen folgende Modelle aus dem Test zur Wahl, bei denen nachgewiesenermaßen drei Kindersitze mit den angegeben Maßen Platz finden: Ford Transit, Peugeot 5008, und Traveller, VW California, Touran und Sharan sowie der baugleiche Seat Alhambra, Audi Q7 sowie der Mercedes-Benz V-Klasse.

Geringe Auswahl für Großfamilien

Familien mit ein bis zwei Kindern haben eine nahezu unbeschränkt große Auswahl, was die Fahrzeuge mit der entsprechenden Anzahl an Kindersitz-Plätzen angeht. Bei drei oder mehr im Isofix-Kindersitz mitfahrenden Kindern wird es dann schon eng. Dann bleiben fast ausschließlich die großen Fahrzeuge aus den Klassen Van, Kleinbus und SUV. Das ist aber auch nicht nur für den Platz auf der Rückbank (und ggf. der dritten Sitzreihe) gut, sondern auch bzgl. des Kofferraumvolumens. Denn je größer die Familie, desto mehr Dinge müssen meist auch im Kofferraum Platz finden.

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