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Reboarder – Rückwärtsgerichtete Kindersitze für mehr Sicherheit im Auto

Was bei Babys verpflichtend ist, ist bei Kleinkindern schon eher eine Seltenheit: Die Rede ist von rückwärtsgerichteten Kindersitzen – sogenannten Reboarder – als Folgesitze nach der Babyschale. Sie bieten vor allem bei Frontalcrashs einen weitaus besseren Schutz und senken das Risiko schwerer Wirbelsäulenverletzungen. Wenn du dein Kind im Auto optimal schützen willst, solltest du dir unsere Infos über Reboarder unbedingt durchlesen.

Warum sollen Kinder rückwärtsgerichtet mitfahren?

Bei Kleinkindern ist der Kopf im Verhältnis zum Körper sehr groß und schwer. Dazu kommt, dass ihre Nackenmuskulatur noch nicht so stark ausgeprägt ist und dieses Gewicht daher nur bedingt stützen kann. Bei einem Frontalcrash wird selbst der Kopf eines Erwachsenen unkontrolliert nach vorn geschleudert - dieser Effekt ist bei kleinen Kindern umso größer.

Sitzt das Kind jedoch in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz, wird der Körper in den schützenden Sitz gedrückt und die immensen Kräfte des Aufpralls verteilen sich großflächig auf den gesamten Körper. Kinder, die in einem Reboarder sitzen, haben dadurch ein weitaus geringeres Risiko eine schwere Genicks- oder Wirbelsäulenverletzung zu erleiden als Kinder, die vorwärts gerichtet unterwegs sind.

 

Und was passiert bei einem Auffahrunfall?

Auffahrunfälle machen nur einen Bruchteil der Verkehrsunfälle mit schweren Verletzungen aus. In der Regel passieren sie außerdem bei weitaus geringeren Geschwindigkeiten als Frontalunfälle und die Kräfte wirken in dieselbe Richtung und nicht gegeneinander. Zusätzlich ist der Kopf des Kindes auch bei einem Heckunfall weiter vom Aufprall entfernt, wenn es in einem Reboarder sitzt.

 

Eine kurze Erklärung dazu:

Bei einem Frontalunfall werden die Geschwindigkeiten der beiden Autos addiert. Das Auto kommt abrupt zum Stillstand und auf die Insassen wirken immense Verzögerungskräfte. Im Gegensatz dazu werden bei einem Heckunfall die Geschwindigkeiten der beiden Autos voneinander abgezogen. Und wenn das vordere Auto steht? Zum Beispiel an einer roten Ampel? Dann wird es vom hinten auffahrenden Auto immerhin weitergeschoben und so ein Teil der Energie reduziert.

 

Wie lange soll mein Kind rückwärtsgerichtet fahren? 

Babys sollten so lange wie möglich in einer gut passenden Babyschale transportiert werden. Das ist bei Sitzen nach der neuen i-Size-Norm sowieso bis zum Alter von 15 Monaten Pflicht. Danach empfehlen Experten, Kinder bis zum vierten Geburtstag rückwärtsgerichtet in einem Reboarder zu sichern. Wenn es die Größe und das Gewicht des Kindes zulassen, auch darüber hinaus.

Die Sorge, dass das Kind nicht genug Platz für seine Beine hat, ist meist unbegründet. Die Kinder sitzen entweder im Schneidersitz oder stützen die Füße gemütlich auf der Rückenlehne der Rückbank ab. Damit diese auch bei matschigem Wetter sauber bleibt, gibt es spezielle Matten, die den Bezug schützen. 

 

Was muss ich beim Kauf eines Reboarders beachten?

Das Wichtigste ist, dass der Sitz sowohl zum Kind als auch zum Fahrzeug passt. Deshalb kaufst du einen Kindersitz am besten im Fachhandel und lässt ihn dort zur Probe ins eigene Auto einbauen und von deinem Kind gleich testen. Nicht jeder Reboarder ist für jedes Auto zugelassen und darf dort eventuell nur auf bestimmten Sitzen eingebaut werden. Staufächer im Boden könnten hier zum Beispiel problematisch werden, wenn der Kindersitz einen Stützfuß hat. Ein Fachhändler kann dich und deine Familie optimal beraten, damit ihr sicher sein könnt und lange eine Freude damit habt.

 

Komplizierter Einbau und Platz im Auto

Es lässt sich leider nicht abstreiten, dass Reboarder meist sehr viel Platz im Auto beanspruchen. In Kleinwagen muss dann vielleicht der Beifahrersitz so weit vorgerückt werden, dass dort kein Erwachsener mehr sitzen kann. Außerdem darf der Kindersitz die Sicht des Fahrers in keine Richtungen einschränken.

Was den Einbau angeht, können wir dich aber beruhigen! Es gibt bereits ein großes Angebot an Reboardern mit Isofix und auch der Einbau mit zusätzlichen Spanngurten ist nicht so kompliziert wie er auf den ersten Blick erscheint. Wenn du den Kindersitz im Fachhandel kaufst, zeigt dir ein Experte, wie du den Sitz selbst ein- und ausbauen kannst und worauf du dabei achten musst. Denn ob vorwärts oder rückwärts: nur ein korrekt eingebauter Kindersitz, bietet den bestmöglichen Schutz! 

Achtung! Wie auch bei Babyschalen, musst du bei einem Reboarder auf dem Beifahrersitz unbedingt den Airbag deaktivieren!

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