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Darauf solltest du beim Kauf eines E-Autos achten

Die Auswahl an Elektrofahrzeugen nimmt derzeit rasant zu und gleichzeitig sinken auch die Preise der einzelnen Modelle. Elektromobilität wird also für ein breites Publikum erschwinglich und damit taucht vermehrt die Frage auf: Worauf soll ich denn beim Kauf eines E-Autos überhaupt achten? Wir haben die wichtigsten Informationen für dich zusammengesucht und verraten dir, welchen Details du vor der Anschaffung besonders viel Aufmerksamkeit schenken solltest.

Welches Modell ist das richtige für mich? 

Nun gut, diese Frage bezieht sich natürlich nicht nur auf den Kauf eines Elektroautos, sondern stellt sich grundsätzlich bei jeder Neuanschaffung eines PKW. Allerdings ist die Auswahl an Elektromodellen bei jedem Hersteller sehr begrenzt und du solltest dir überlegen, ob dir die Größe des Autos oder die Marke wichtiger ist. Elektrisch betriebene SUVs gibt es zum Beispiel nur von Hyundai und Audi, bei Kleinwagen haben Renault, Peugeot, BMW und VW jeweils zumindest ein Modell im Angebot. 

 

Wie groß soll die Reichweite meines E-Autos sein? 

Die Reichweite ist immer noch das entscheidendste Kriterium und die größte Sorge der Konsumenten, wenn es um die Wahl eines E-Autos geht. Für die reine Verwendung im städtischen Raum reicht ein Akku mit einer geringeren Reichweite durchaus. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Ladevorgänge ein bisschen im Voraus plant, um keine bösen Überraschungen zu erleben. 

Auch für Leute, die regelmäßig lange Strecken zurücklegen müssen, gibt es mittlerweile leistungsstarke Akkus, deren Reichweite bei rund 500 Kilometern liegt. Beachte bitte, dass die angegebene Zahl nur ein Richtwert ist. Verbraucher wie die Klimaanlage, Scheibenwischer und das Infotainmentsystem benötigen ebenfalls Strom und reduzieren die Reichweite deines E-Autos dementsprechend. 

Auch mit deiner Fahrweise kannst du die Reichweite positiv beeinflussen, etwa indem du schnelle Beschleunigungen und Überholmanöver vermeidest.

Wichtig: Wer der Umwelt mit der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs wirklich etwas Gutes tun will, sollte auf einen möglichst kleinen Akku setzen. Denn: Je größer der Akku, umso mehr Ressourcen werden benötigt und umso mehr CO2 wird bei seiner Produktion ausgestoßen. Beim Akku deines E-Autos sollte also der Leitsatz "So groß wie nötig, so klein wie möglich" gelten.

Soll ich den Akku kaufen oder lieber mieten? 

Die Lebensdauer des Akkus und mögliche Schäden beziehungsweise Störungen verunsichern viele Autokäufer. Die Hersteller haben diese Sorge erkannt und bieten daher auch die Miete von Akkus für E-Autos an. Das heißt, du kaufst dir das Elektrofahrzeug, mietest den Akku jedoch lediglich dazu und kannst ihn bei Problemen komplikationsfrei tauschen lassen. Die monatliche Rate inkludiert meist eine bestimmte Anzahl gefahrener Kilometer pro Jahr, deren Überschreitung extra verrechnet wird. Natürlich musst du dich in diesem Fall an gewisse vertragliche Vereinbarungen halten. Dazu gehört zum Beispiel die Art des Auf- und Entladens und das Verbot, das Fahrzeug einfach weiterzuverkaufen. 

Solltest du den Akku kaufen, bieten die meisten Hersteller eine Garantie von fünf bis acht Jahren beziehungsweise einer Laufleistung von mindestens 160.000 Kilometern an und du bist unabhängig von Vorgaben jeglicher Art. Sollte es nach der Garantiefrist jedoch zu Problemen kommen, kann der Akkutausch ganz schön teuer werden. 

Wichtig: Die Garantieleistung ist an ein lückenloses Serviceheft gebunden. Also sorge dafür, dass du wirklich immer zu allen Serviceterminen in die Fachwerkstatt fährst!

Übrigens schadet Kälte dem Akku weitaus weniger, als man annehmen könnte. Du musst dir im Winter also keine Sorgen um dein E-Auto machen.

Wo lade ich mein Elektrofahrzeug? 

Am einfachsten ist es natürlich, wenn du dein E-Auto zu Hause in der Garage oder im Carport oder bei der Arbeit aufladen kannst. Dort steht das Fahrzeug schließlich in der Regel mehrere Stunden und der Akku kann in Ruhe geladen werden. Das ist übrigens auch über die normale Steckdose möglich. Sicherheitshalber solltest du sie vor dem Gebrauch von einem Elektriker überprüfen lassen, damit es zu keinem Kurzschluss oder gar einem Kabelbrand kommt. 

Auch wenn es funktioniert, diese Art des Aufladens belastet sowohl Leitungen wie auch Steckdose auf Dauer und der Ladevorgang dauert unnötig lang. Daher macht die Anschaffung einer sogenannten Wallbox für Zuhause Sinn.

 

Was ist eine Wallbox? 

Eine Wallbox erlaubt dir das schnelle, optimale und sichere Laden zu Hause oder am Arbeitsplatz. Wer in einem Einfamilienhaus lebt, kann sich diese vom Experten ganz einfach installieren lassen. Im Zuge dessen kann eventuell auch gleich eine Solaranlage montiert werden. Der daraus gewonnene Strom wird direkt für die Ladung des E-Autos genutzt, hilft dabei, die Kosten möglichst gering zu halten und garantiert gleichzeitig die Nutzung einer sauberen Energiequelle. In Mehrfamilienhäusern ist die Sache meist komplizierter, da die Installation von den anderen Eigentümern genehmigt werden muss.

 

Laden an öffentlichen Ladestationen und E-Tankstellen

Sollten diese beiden Möglichkeiten für dich nicht in Frage kommen, kannst du auch an öffentlichen Ladestationen tanken. Dafür gibt es spezielle Tankkarten, mit denen du dein E-Auto an bestimmten Tankstellen aufladen kannst. Da es zwischen den einzelnen Anbietern zum Teil große Preisunterschiede und verschiedene Tarifsysteme und Abrechnungsmodelle gibt, solltest du vorher gut recherchieren, welcher Anbieter am besten zu deinen Bedürfnissen passt.

 

Welche Vorteile habe ich beim Kauf eines Elektroautos? 

Das Erreichen des Klimaziels im Jahr 2030 ist eng verknüpft mit der individuellen Mobilität und damit auch der Reduktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Damit der Kauf eines E-Autos für möglichst viele Menschen attraktiv wird, gibt es einige Vergünstigungen und Vorteile: 

  • Keine Mineralölsteuer
  • Keine motorbezogene Versicherungssteuer 
  • Gratis Parken mit grünem Kennzeichen 
  • Geringere Erhaltungskosten als bei einem Verbrennungsmotor aufgrund der wenigen mechanischen Verschleißteile
  • Strom ist als Treibstoff weitaus günstiger als Benzin oder Diesel. Mit dem richtigen Lademanagement und einer eigenen Photovoltaikanlage kannst du deine Kosten optimal reduzieren. 

 

Gibt es Förderungen für die Anschaffung eines E-Fahrzeugs? 

Mit dem E-Mobilitätsbonus 2019/2020 [Link] gibt es vom Bund eine spezielle Förderung für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen, sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen. Dieser gilt übrigens nicht nur für vollelektrische PKW, sondern unter anderem auch für Hybridfahrzeuge [Link] mit einer elektrischen Reichweite von mindestens 50 km und Lastenfahrräder. Zusätzlich kannst du dich auch in deinem Bundesland und bei deiner Gemeinde erkundigen, ob sie derzeit Förderungen vergeben.

 

Was muss ich beachten, wenn ich ein gebrauchtes E-Auto kaufe? 

Der Markt für gebrauchte Elektrofahrzeuge ist noch sehr überschaubar. Das liegt zum einen daran, dass die Autos selbst noch sehr neu sind und noch nicht viele Besitzer ihren fahrbaren Untersatz verkaufen möchten. Zum anderen herrscht auch eine große Unsicherheit bei potenziellen Käufern - vor allem, was den Zustand des Akkus angeht. 

Wenn du dich für einen gebrauchten E-PKW interessierst, solltest du ihn auf jeden Fall Probe fahren und das am besten bei vollständig geladenem Akku. So kannst du die tatsächliche Reichweite und Kapazität am besten einschätzen.

Hier findest du die Mobidrome-Bestenliste der Elektroautos 2019.

Darauf solltest du achten: Moderne E-Autos verfügen meist über eine Wärmepumpe. Sie benötigt weniger Energie für die Klimatisierung des Fahrzeugs und ermöglicht damit eine größere Reichweite.

Brennen E-Autos schneller?

Immer wieder sieht man in den sozialen Netzwerken Videos von brennenden Elektrofahrzeugen und die Bedenken mancher Autofahrer ist groß, dass das eigene E-Auto einfach in Flammen aufgehen könnte. Tatsächlich sind für die meisten Fahrzeugbrände nicht Unfälle, sondern elektrische Kurzschlüsse verantwortlich und diese kommen auch bei Verbrennungsmotoren vor. Es gibt keine gesicherten Zahlen, die beweisen, dass Elektroautos tatsächlich häufiger zu brennen beginnen als Diesel oder Benziner. 

 

Brennt ein E-Auto erst einmal, ist es für die Feuerwehr oft ein schwieriges Unterfangen, den Brand zu löschen. Die Batterie muss über einen langen Zeitraum gekühlt werden, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. In manchen Fällen benutzt die Feuerwehr mit Wasser gefüllte Container, in denen die Autos dann sicherheitshalber gelagert werden.  

Wichtig: Der Akku eines E-Autos kann nach einem Unfall noch 72 Stunden später zu brennen beginnen. Verunfallte Elektrofahrzeuge sollten deshalb immer im Außenbereich und unter Aufsicht gelagert werden.

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