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Mobilitätstrend Car-Sharing

Kein eigenes Auto und trotzdem bei Bedarf flexibel mobil. Die positiven Aspekte von Car-Sharing liegen eindeutig auf der Hand und überzeugen immer mehr Menschen. Wir haben die gängigsten Car-Sharing-Modelle unter die Lupe genommen und verraten euch, welche Vorteile euch der Mobilitätstrend der Zukunft bringt.

Kurze Wege, wenige Parkplätze und hohe Unterhaltskosten: Es gibt viele Gründe, warum sich immer mehr Stadtbewohner gut vorstellen können, bewusst auf ein eigenes Auto zu verzichten. Aber was ist mit diesen Situationen, in denen man unbedingt einen PKW benötigt? Weil man zum Beispiel etwas Großes transportieren muss oder ein Weg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln doch zu mühsam ist? Die Antwort darauf lautet natürlich: Car-Sharing. So hast du stets genau jenes Automodell zur Verfügung, das du in der jeweiligen Situation benötigst. Angefangen beim wendigen Elektroauto, über die stattliche Limousine bis zum Transporter - die meisten Car-Sharing-Firmen haben eine breitgefächerte Fahrzeugflotte.

Neben den gewerblichen Anbietern gibt es noch die Möglichkeit, sich ein Auto mit einer oder mehreren Privatpersonen zu teilen. Modelle gibt es dabei viele - wichtig ist, dass das jeweilige Angebot zu dir und deinem Lebensplan passt, damit du auch ohne eigenes Auto maximale Flexibilität genießt.

Wusstest du, dass ein geteiltes Auto je nach Einsatzgebiet und Modell bis zu acht einzelne PKW ersetzen kann? Das ist ganz schön viel CO2, das in der Produktion der Autos gespart wird, und auch viel verfügbarer Platz innerhalb der Stadt.

Free-floating oder stationsbasiert - was ist der Unterschied?

Bei free-floating Konzepten sind die Autos des jeweiligen Anbieters in einem bestimmten Geschäftsgebiet innerhalb der Stadt verteilt. Hat man sich für den Service angemeldet, sucht man ganz einfach per App nach dem nächstgelegenen Fahrzeug. Ein Knopfdruck reicht, um das Auto zu reservieren und schon kann's losgehen. Geparkt wird einfach wieder an einem öffentlichen Parkplatz im jeweiligen Gebiet. Dort wartet der PKW auf seinen nächsten Einsatz für einen anderen Car-Sharing-Nutzer.  

Vorteil: Du kannst ganz einfach von A nach B düsen, ohne das Auto wieder zu seinem ursprünglichen Stellplatz bringen zu müssen.

Nachteil: Ist gerade kein Fahrzeug in deiner Umgebung verfügbar, hast du leider Pech gehabt.

Das Wort "stationsbasiert" sagt eigentlich schon alles über die zweite Variante der gängigen Car-Sharing-Modelle aus. Die Autos stehen an definierten und gut gekennzeichneten Orten, können dort ausgeliehen werden und müssen auch an einen Stellplatz des Anbieters retourniert werden.

Vorteil: Du weißt ganz genau, wo du jederzeit ein Auto findest.

Nachteil: Du bist an die festgelegten Stellplätze gebunden und musst das Fahrzeug wieder dort abstellen. Eventuell verlängert das die Nutzungszeit unnötig und erhöht dadurch - abhängig vom Anbieter - vielleicht die Kosten.

Wusstest du, dass sich Car-Sharing bei einer Jahresfahrleistung bis zu 12.000 Kilometer für dich finanziell rentiert? Kein Wunder, du sparst dir schließlich die Kosten für Versicherung, Reparaturen, Pickerl und so weiter...

Peer-to-peer: Car-Sharing mit Privatpersonen

Natürlich funktioniert Car-Sharing auch mit anderen Privatpersonen. Voraussetzung dafür ist, dass alle sorgsam mit dem Auto umgehen und man sich mit der Nutzung nicht gegenseitig in die Quere kommt. Entscheidest du dich für dieses Modell, solltest du alle Aspekte genau mit den anderen Nutzern besprechen und eine schriftliche Vereinbarung darüber treffen.

 

Car-Sharing in Kombination mit anderen Mobilitätsformen

Besonders in Städten rundet ein Car-Sharing-Angebot die individuelle und situationsbedingte Mobilität perfekt ab. Es wird zur optimalen Ergänzung von Bus, Straßen- und U-Bahn, Taxis und Möglichkeiten des Fahrrad-Sharings im öffentlichen Raum.

 

Welches Car-Sharing-Modell passt zu mir?

Bevor du dich für ein Modell entscheidest, solltest du dir über ein paar Punkte Gedanken machen:

Fährst du eher längere Strecken auf der Autobahn oder kurze Etappen in der Stadt? Startest du meist vom gleichen Standort aus oder variiert das ständig? Wie regelmäßig benötigst du ein Auto? Fahren Kinder mit und könntest du die notwendigen Kindersitze immer zum ausgeliehenen Auto transportieren? Gibt es in deiner Nachbarschaft verlässliche Personen, mit denen du dir ein Auto teilen könntest?

All diese Fragen sind lediglich Beispiele und beleuchten natürlich nicht alle Lebensbereiche. Die Antworten darauf können aber schon einen Hinweis geben, welches Abrechnungsmodell und Car-Sharing-Konzept am besten für dich passen könnte. Langstreckenfahrer profitieren zum Beispiel von der Abrechnung nach Zeit, während Stadtfahrer eher auf die Bezahlung pro gefahrenem Kilometer achten sollten. Stehen sie mal länger im Stau, entstehen ihnen dadurch nämlich keine Mehrkosten.

Peer-to-peer-Sharing funktioniert natürlich nur mit Personen, auf die du dich wirklich verlassen kannst und die ihre Verantwortung den anderen Nutzern und dem Auto gegenüber wirklich ernst nehmen. Für Familien kann es jedoch Vorteile haben, weil immer die passenden Sitze für die Kinder im Fahrzeug vorhanden sind.

 

Car-Sharing im ländlichen Gebiet

Tatsächlich scheiterten bisherige Versuche, Car-Sharing-Angebote auch auf dem Land zu etablieren. Das liegt daran, dass viele Menschen in ländlichen Gebieten ohnehin ein eigenes Auto haben und tatsächlich auch Tag für Tag darauf angewiesen sind. Die Zersiedelung macht die Autos sowohl im free-floating wie auch im stationsbasierten System für ein breites Zielpublikum schwer zugänglich. Dadurch ergibt sich für die Anbieter eine sehr geringe Rentabilität. Studien weisen darauf hin, dass sich Car-Sharing erst ab einer gewissen Einwohnerzahl in einer Stadt für alle Beteiligten wirklich lohnt. Ein neues Bewusstsein für geteilte Mobilität in der Bevölkerung könnte die Nachfrage natürlich steigern, doch bis dahin ist es möglicherweise noch ein längerer Weg.

 

Neue Wohnformen und Car-Sharing

Immer mehr Wohnprojekte, die häufig Komponenten aus dem Bereich Smart Living mit Räumen und Platz für gemeinschaftliche Aktivitäten innerhalb der Siedlung bieten, verfügen auch über ein Car-Sharing-Angebot für die Bewohner. Das hat den Vorteil, dass nicht so viele Parkplätze benötigt werden und der so gewonnene Raum für andere Dinge genutzt werden kann. Eigene Apps ermöglichen die einfache Organisation und Reservierung der gemeinschaftlich genutzten Autos.

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