Was Autohändlern wirklich hilft: Marktanalyse in Sekunden
Zum Cockpit für Händler
Suchen
Informieren

So berechnest du den Wertverlust deines Autos

Hast du schon mal drüber nachgedacht, wie viel du für deinen alten Gebrauchten bei einem Verkauf noch bekommen würdest? Oder auch für den gepflegten Sportwagen, der ungenutzt in der Garage steht? Wer sich einen Neuwagen zulegt, muss mit einem großen Wertverlust in den ersten drei Jahren rechnen. Aber gilt das für alle Automodelle gleichermaßen und wie sieht es mit dem Preisverfall danach aus? Wir verraten dir, wovon der Wertverlust abhängt, wie du ihn berechnest und was du tun kannst, damit du für deinen Gebrauchten trotzdem noch einen guten Preis erzielst.

Für den Wertverlust eines Neuwagens und die preisliche Beurteilung eines Gebrauchtwagens gibt es leider keine einfache Formel, die man für jedes Modell anwenden könnte. Die Berechnung ist nämlich ganz schön kompliziert, ziemlich viele Faktoren müssen mitbedacht und der Gebrauchtwagenmarkt genau beobachtet werden. Ein Glück, dass es mit dem Autowert-Rechner auf Mobidrome ein verlässliches Tool gibt, mit dem du den aktuellen Wert deines Autos ganz einfach bestimmen kannst.

Ein paar wichtige Zahlen solltest du trotzdem kennen, damit du den Wertverlust deines neuen Autos in den ersten Jahren richtig einschätzen kannst.

 

Wie hoch ist der Wertverlust eines Autos in den ersten Jahren?

Da gibt es einen Mythos, der besagt: Einmal den Parkplatz des Autohändlers verlassen und schon ist das brandneue Fahrzeug nur mehr die Hälfte wert. Wir können dich beruhigen, ganz so schlimm ist es nicht, aber der Wertverlust eines Neuwagens ist in den ersten Jahren tatsächlich nicht zu unterschätzen. Im ersten Jahr beträgt er etwa ein Viertel des Listenpreises, nach drei Jahren sind es schon rund 50 Prozent. Jedes weitere Jahr schlägt dann mit fünf bis sechs Prozent Wertminderung zu Buche.

Welche Faktoren beeinflussen den Wertverlust eines KFZ?

Die oben genannten Zahlen sind allerdings lediglich Richtwerte. Wie groß der tatsächliche Wertverlust eines Modells ist, hängt von mehreren Faktoren ab. So verlieren manche Modelle weitaus schneller ihren Wert als andere. Jedes Jahr werden deshalb die Restwertriesen (Link zum anderen Artikel) ermittelt. Wer sich ein Fahrzeug mit einem möglichst geringen Wertverlust zulegen möchte, sollte auf jeden Fall einen Blick auf die sogenannte Schwacke-Liste werfen. Dort findest du die wertstabilsten Autos unterschiedlicher Klassen.

 

Kilometerstand und Alter

Zwei wichtige Kriterien für den Wert sind die bereits gefahrenen Kilometer und das Datum der Erstzulassung eines Autos. Ob sich der Verkauf oder Kauf eines Wagens mit vielen Kilometern lohnt, hängt auch von der zu erwartenden Laufleistung des Modells ab. Ein Audi A3 oder VW Passat knacken durchaus die 300.000 Kilometer oder gar noch mehr und können daher auch mit höherem Tachostand noch einen passablen Wert haben.

 

Stadtauto oder Autobahngefährt

Wie gut ein Auto in Schuss ist, hängt auch von der Fahrweise und seinem überwiegenden Einsatzgebiet ab. Dienstwagen, die tausende Kilometer pro Jahr auf der Autobahn zurücklegen, haben zwar einen höheren Kilometerstand, verfügen aber vielleicht über einen höheren Restwert als Autos, die zwar weniger gefahren wurden, dies aber im stockenden Stop-and-Go-Verkehr in der Stadt. Außerdem kommen Firmenautos regelmäßig zum Service und Reparaturen werden nicht aufgeschoben, sondern in der Regel prompt erledigt.

Der geringe Kilometerstand eines gebrauchten Stadtautos ist vielleicht auf den ersten Blick verlockend, sollte jedoch kritisch überprüft werden. Denn häufige Stadtfahrten bedeuten einen erhöhten Verschleiß an Kupplung, Getriebe und Bremsen, kurze Strecken sorgen für Probleme beim Motoröl, Rost am Auspuff und eine stärkere Verrußung des Rußpartikelfilters bei Dieselfahrzeugen.

 

Schäden und Mängel 

Gröbere Kratzer, Dellen oder gar ein massiver Unfallschaden mindern den Wert deines Autos natürlich und das mitunter sogar ganz massiv. Bei einem Neuwagen solltest du kleinere Schäden daher stets reparieren lassen. Der Abschluss einer Vollkasko-Versicherung mit einem geringen Selbstbehalt kann sich da durchaus lohnen.

Als besonders knifflig gilt hier der gefürchtete Hagelschaden. In der Regel verursacht starker Hagel unzählige Dellen am Auto, zum Teil auch Beschädigungen am Lack. Diese können nur mit sehr viel Aufwand und Fachwissen spurenlos beseitigt werden und das geht natürlich ganz schön ins Geld. Die Dellen zuspachteln und das gesamte Auto neu lackieren zu lassen, gilt hier als besonders kostenintensiv und wertmindernd. Besser ist es, die Ausbeultechnik mittels Heißkleber anzuwenden. In bestimmten Fällen übernimmt die Versicherung dafür sogar die Kosten.

 

Marke und Modell

Das Gefühl täuscht nicht, wenn man meint, Autos deutscher Hersteller und bestimmte Modelle sind relativ wertstabil. Es ist tatsächlich so: BMW, Audi und VW verlieren nicht so rapide an Wert wie andere Marken. Auch Skoda, und hier vor allem der beliebte Kombi Octavia, hält den Preis ganz gut. Mittlerweile tauchen ebenso vermehrt fernöstliche Marken wie KIA und Hyundai auf der Rangliste der wertstabilsten Autos auf.

 

Innenraum: gepflegt oder eklig?

Fleckige, löchrige Sitzbezüge, abgenutzte Knöpfe, Tierhaare und Schmutz sowie üble Gerüche drücken den Wert deines Autos ganz schön. Wer also beim Fahren raucht oder den vierbeinigen besten Freund immer mittransportiert, muss sich vor einem Verkauf auf eine intensive Reinigung und langes Lüften einstellen. Lassen sich die Gerüche und Gebrauchsspuren gar nicht mehr entfernen, kann es eventuell schwierig werden, das Auto überhaupt an den Mann zu bringen. Ein sorgsamer Umgang mit dem Innenraum, seine regelmäßige Reinigung und Pflege helfen also, den Wert deines Autos möglichst stabil zu halten.

  

Ausstattung und Extras

Mit den Extras ist es so eine Sache: Eine allzu teure Ausstattungsvariante verringert den Wertverlust nämlich nicht automatisch - für die findet sich nämlich unter Umständen gar nicht so leicht ein zahlungswilliger Käufer und je mehr Elektronik, desto mehr kann auch kaputt gehen. Gängige Extras wie Navigations- und Infotainmentsystem, Klimaanlage und Sitzheizung machen dein Auto auf dem Gebrauchtwagenmarkt allerdings wieder sehr attraktiv. Ähnlich verhält es sich bei den Motorisierungen: Mit einer Extraportion an Pferdestärken lässt sich dein Auto nicht zwangsläufig leichter verkaufen.

Wer bereits beim Kauf eines Neuwagens weiß, dass er das Auto in ein paar Jahren wiederverkaufen wird, sollte auch auf die Farben achten. Knallig bunte Modelle finden schwerer einen Abnehmer als klassische Lackierungen wie grau, schwarz oder weiß. Auch bei der Innenraumgestaltung ist weniger oft mehr. Wer es klassisch schlicht hält, hat später höhere Verkaufschancen.

 

Regelmäßiges Service und gültiges Pickerl

Die Stempel im Scheckheft bringen es tatsächlich, wenn es um den Wertverlust geht. Wer alle vorgeschriebenen Servicetermine pünktlich in der Fachwerkstatt absolviert und auch kleinere Mängel schnell beheben lässt, tut dem Wert seines Autos etwas Gutes. Geht's dann wirklich mal ans Verkaufen, solltest du dich um ein gültiges Pickerl kümmern. Der zukünftige Besitzer deines Autos bezahlt bestimmt etwas mehr, wenn er davon ausgehen kann, in nächster Zeit keine größeren Reparaturen an dem PKW vornehmen zu müssen.

 

Prüfung beim Experten bringt Klarheit

Mit unserem Autowert-Rechner erhältst du eine gute erste Einschätzung über den Restwert deines Autos. Wenn du es noch konkreter haben möchtest, führt jedoch nichts um die Einschätzung eines Experten vor Ort herum. Er kann die gesamte Sonderausstattung in seine Berechnung mit einbeziehen und nimmt das Fahrzeug außen wie innen genau unter die Lupe.

 

Verkaufen oder doch reparieren?

Ist dein Auto erst einmal ein paar Jahre alt, geht schon mal das eine oder andere Verschleißteil kaputt und muss getauscht werden. Je älter das Auto ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Instandsetzungen nötig sind. Kostet die Reparatur fast so viel oder vielleicht sogar mehr als der Restwert deines Autos beträgt, solltest du über einen Verkauf nachdenken. Entscheidest du dich dennoch für die Reparatur, empfehlen Experten, den Wagen auch wirklich zu behalten bis er reif für den Schrottplatz ist.

 

Das könnte dich auch interessieren

Themen

Neue Artikel

Für eine bestmögliche Website-Erfahrung
Diese Seite verwendet Cookies für eine bestmögliche Nutzererfahrung. Durch die weitere Nutzung unserer Seite akzeptieren Sie die Nutzung unserer Cookies (Unbedingt erforderliche Cookies). Einwilligungspflichtige Cookies (Analytische Cookies, Funktionale Cookies, Cookies für personalisierte Inhalte) werden erst nach deren Aktivierung gesetzt. Wenn Sie in die Nutzung der Cookies einwilligen, werden Identifikationsdaten durch unsere Partner (Cookie-Anbieter und IT-Dienstleister) verarbeitet. Verantwortlich für diese Website und die Cookies ist die Allmobil GmbH. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies und zu ihrer Deaktivierung finden Sie in unserer
Alle Cookies aktivieren