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Unterhaltskosten und Sonderausgaben: So viel kostet ein Auto

Autofahren ist ganz schön teuer. Welcher Betrag sich da im Monat oder gar aufs Jahr gerechnet aber tatsächlich ansammelt, wissen die wenigsten Fahrzeugbesitzer. Dabei solltest du bereits vor dem Kauf über die laufenden Kosten deines Traumautos Bescheid wissen. Nur weißt du, ob du dir dieses Auto auch wirklich leisten kannst. Wir verraten dir, welche Kosten neben Pickerlgutachten, Versicherung und Sprit sonst noch anfallen und ob ein Gebrauchter oder Neuwagen besser für dein Geldbörserl ist.

Welche Kosten verursacht mein Auto?

Es gibt Kosten für deinen PKW, die regelmäßig anfallen und solche, die nicht ganz so planbar sind. Dazu zählen natürlich alle Arten von Reparaturen, die bei einem Neuwagen vermutlich noch nicht notwendig sind oder im Ernstfall von der Garantie abgedeckt werden. Bei einem Gebrauchtwagen oder einem älteren Auto kann da aber schon ganz schön viel zusammenkommen, schließlich hat so ein Verbrennungsmotor jede Menge Verschleißteile.

Zumindest die regelmäßigen Kosten für dein Auto sind jedoch gut planbar. Es macht Sinn, sich damit noch vor dem Autokauf zu beschäftigen, um herauszufinden, ob du dir dein Wunschmodell auch in der Erhaltung wirklich leisten kannst. Neben den Anschaffungskosten oder Leasingraten musst du folgende Dinge bezahlen:

  • KFZ-Haftpflichtversicherung
  • optional Teil- oder Vollkasko
  • motorbezogene Versicherungssteuer (entfällt bei Elektroautos)
  • §57a-Gutachten (Pickerl): je nach Datum der Erstzulassung muss dieses jährlich erfolgen
  • Treibstoff
  • Parkgebühren
  • einmalige Anmeldung des Fahrzeugs bzw. Ummeldung bei Umzug
  • Ölwechsel (etwa alle 10.000 Kilometer)
  • Verbrauchsmaterialien wie Scheibenfrostschutz, neue Reifen für Sommer und Winter und Besuche in der Waschanlage

Entscheidest du dich für einen Neuwagen, solltest du auch den hohen Wertverlust des Autos in den ersten drei Jahren nach Erstzulassung in deine Kalkulation mit einbeziehen. Bei einem älteren Modell schlägt dieser zwar nicht mehr so zu Buche, dir sollte aber auch bei einem Gebrauchtwagen bewusst sein, dass sein Wert Jahr für Jahr abnimmt.

Je nachdem, wie gut du dich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen und Verkehrs- sowie Parkregeln hältst, könnte auch das ein oder andere Strafmandat fällig werden. Diese zusätzlichen Kosten kannst du aber ganz gut selbst beeinflussen, indem du aufmerksam und langsam fährst.

 

Wovon hängt die Höhe der Versicherung ab?

Diese Frage ist ganz schön komplex, denn die Höhe des Versicherungsbeitrags hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Dazu gehören:

  • Fahranfänger oder alter Hase auf der Straße? Für Fahranfänger fällt die Versicherungsrate leider deutlich höher aus, weil ihnen die Praxis fehlt und die Versicherung von einem höheren Unfallrisiko ausgeht.
  • Hohes Alter: Auch für ältere Fahrzeugbesitzer wird die Versicherung teurer.
  • Typklasse des Fahrzeugs
  • Anzahl der gefahrenen Kilometer pro Jahr
  • Zulassungsbezirk: Für Autos, die in der Stadt zugelassen sind, wird eine höhere Versicherungsprämie fällig.
  • Bonus-/Malus-Stufe: Wer zum allerersten Mal eine KFZ-Versicherung abschließt, steigt bei der Malus-Stufe 9 ein. Die ist leider ganz schön teuer, aber wer lange unfallfrei fährt, kann eine niedrigere Stufe erreichen und damit eine geringere Prämie genießen. Es ist auch möglich, die Stufe eines Familienmitglieds zu übernehmen, wenn die Person ihr eigenes Auto abmeldet. Manche Versicherungen bieten auch Rabatte an, wenn bereits ein Auto im Haushalt dort versichert ist.

Wichtig: Die motorbezogene Versicherungssteuer, früher auch als KFZ-Steuer bekannt, wird zusammen mit dem Beitrag der KFZ-Versicherung eingehoben. Ihre Höhe hängt von der Motorleistung und der CO2-Emission ab. Entscheidest du dich für eine monatliche Zahlweise, fällt die Steuer aufgrund der höheren Verwaltungskosten auch höher aus. Mit einer halbjährlichen oder jährlichen Zahlung kannst du daher ein bisschen Geld sparen.

Wie viel kosten Reparaturen beim Auto?

Reparaturen können ganz schön ins Geld gehen. Oft kommen sie unvorhergesehen und vermutlich genau zu einem Zeitpunkt, wo auch andere Ausgaben anstehen. Wer wirklich vorausplanen will, sollte jeden Monat einen gewissen Betrag für plötzlich notwendige Reparaturen auf die Seite legen, damit das Geld im Ernstfall auch wirklich vorhanden ist. Viele Dinge, wie der Austausch von Verschleißteilen, lassen sich zumindest ein wenig planen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Zahnriemen
  • Fahrzeugbeleuchtung
  • Kupplung
  • Bremsbeläge
  • Batterie
  • Stoßdämpfer
  • Auspuffanlage

Wie teuer die Reparatur der jeweiligen Teile wird, hängt - wie immer - vom Fahrzeug und der Werkstatt ab. Wer kaputte Dinge aber sofort richten lässt, vermeidet einen Wartungsstau und erhält damit den Wert seines Autos. Außerdem ist ein gut gewartetes Fahrzeug weitaus sicherer!

 

Welches Auto ist besonders günstig?

Wenn du ein Auto haben möchtest, das besonders günstig im Unterhalt ist, können wir dir ein paar hilfreiche Tipps für deine Suche geben. Wie teuer ein PKW schlussendlich ist, hängt von seiner Motorleistung, seiner Fahrzeugklasse - also ob Kleinwagen, SUV oder Kombi - und nicht zuletzt von seinem Alter und Verbrauch ab. Auch die Fahrzeugmarke spielt eine wesentliche Rolle. Wer ein Auto eines prestigeträchtigen Herstellers fahren möchte, zahlt natürlich auch für den Namen einen entsprechenden Preis.

In der Regel kann man sagen, dass ein möglichst kleines Auto mit wenig PS in der Erhaltung recht günstig ist. Dabei solltest du aber trotzdem dein tatsächliches Platzbedürfnis bedenken. Wer auf einem Berg wohnt, kann natürlich auch auf eine gewisse Motorleistung nicht verzichten, um selbst mit voll bepacktem Auto noch nach Hause zu kommen.

Bei deiner Recherche solltest du auch auf Pannenstatistiken achten. Die verraten dir, wie häufig die Autofahrerclubs ausrücken mussten, um genau dieses Modell abzuschleppen und welche Defekte häufig auftreten. Je mehr Technik und Elektronik sich in einem Auto befinden, desto mehr kann auch kaputt werden und umso komplizierter ist die Reparatur, die eventuell nur von einer Fachwerkstatt durchgeführt werden kann. Daher gelten Modelle der Oberklasse als besonders kostenintensiv in der Erhaltung.

 

Erhaltungskosten von Elektroautos

Auch wenn die Preise für Elektroautos nach wie vor recht hoch sind, kann sich ein E-Fahrzeug vor allem für Stadtfahrer in Sachen laufender Kosten schon nach einigen Jahren rentieren. Besitzer von elektrisch betriebenen Autos sparen  nämlich die motorbezogene Versicherungssteuer, die Mineralölsteuer, parken in manchen Städten kostenlos und können mit dem richtigen Stromanbieter oder an öffentlich zugänglichen Ladestationen kostengünstig Strom tanken. Elektroautos verfügen außerdem über weitaus weniger Verschleißteile als Verbrennungsmotoren, was die regelmäßigen Wartungskosten recht gering hält. Manche Versicherungen bieten auch vergünstigte Tarife für E-Autos an. Nur die Prognose über den Wertverlust lässt sich noch nicht ganz genau stellen, da es noch zu wenige Erfahrungswerte auf dem Gebrauchtwagenmarkt gibt.

Tipp: Mit dem E-Mobilitätsbonus des Bundes kannst du bei der Anschaffung eines neuen E-Autos, bei der Installation einer Wallbox bei dir zu Hause oder dem Kauf eines intelligenten Ladekabels um eine Förderung ansuchen.

Kleinwagen vs. Luxus-SUV - so groß ist der Unterschied bei den Erhaltungskosten 

Bisher haben wir dir keine konkreten Zahlen geliefert, weil die tatsächlichen Kosten eines Fahrzeugs einfach von so vielen Faktoren abhängen. Damit du eine Vorstellung davon bekommst, wie groß der Unterschied bei den Erhaltungskosten unterschiedlicher Fahrzeugtypen pro Monat sein kann, wollen wir zwei Autos miteinander vergleichen. Die kommen aus zwei völlig verschiedenen Preiskategorien und machen deutlich, wie viel man durch die Wahl des Modells sparen kann.

Wer jetzt neugierig geworden ist und gern erfahren möchte, wie es um die genauen Kosten für das eigene Auto steht, der findet im Internet zahlreiche Rechner. Für österreichische Fahrer neuer Autos ist der Kostenrechner vom ÖAMTC empfehlenswert. Er berücksichtigt auch den Wertverlust des Fahrzeugs und gibt eine genau Auflistung aller monatlichen Ausgaben und die Kosten der gesamten Behaltezeit.

 

Wie kann ich Autokosten einsparen?

Manche der regelmäßigen Kosten kann man als Fahrzeughalter und Fahrer zumindest ein wenig beeinflussen. Wir haben ein paar Tipps für Sparfüchse gesammelt:

  • Fahre vorausschauend und spritsparend, indem du starke Beschleunigungen vermeidest und den richtigen Gang wählst.
  • Vergleiche die Spritkosten bei unterschiedlichen Tankstellen.
  • Suche das günstigste Versicherungsangebot.
  • Achte bereits beim Autokauf auf die laufenden Kosten.
  • Lass einen Gebrauchtwagen wenn möglich vor dem Kauf in einer Werkstatt prüfen.
  • Bringe dein Auto regelmäßig zum Service und schiebe notwendige Reparaturen nicht unnötig lange auf.
  • Halte dich an Geschwindigkeitsbegrenzungen und parke dort, wo es wirklich erlaubt ist - so reduzierst du deine Kosten für Strafen.

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